Katja Sturm-Schnabl: Lebensgeschichte einer Überlebenden des NS-Regimes

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Am 24. März 2025 gibt Katja Sturm-Schnabl, eine slowenische Sprachwissenschaftlerin, an der KU Eichstätt-Ingolstadt ein Interview zur NS-Zwangsarbeit.

Am 24. März 2025 gibt Katja Sturm-Schnabl, eine slowenische Sprachwissenschaftlerin, an der KU Eichstätt-Ingolstadt ein Interview zur NS-Zwangsarbeit.
Am 24. März 2025 gibt Katja Sturm-Schnabl, eine slowenische Sprachwissenschaftlerin, an der KU Eichstätt-Ingolstadt ein Interview zur NS-Zwangsarbeit.

Katja Sturm-Schnabl: Lebensgeschichte einer Überlebenden des NS-Regimes

Katja Sturm-Schnabl, eine 89-jährige Zeitzeugin und Angehörige der vom NS-Regime verfolgten slowenischen Minderheit, wird am Montag, den 24. März, an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt zu Gast sein. Diese Veranstaltung im Rahmen der Medienwerkstatt des Bachelor-Studiengangs Journalistik beginnt um 16 Uhr. [ku.de berichtet, dass …] Katja Sturm-Schnabl wurde als Kind im Alter von sechs Jahren aus ihrem Heimatort Zinsdorf vertrieben und erlebte daraufhin eine traumatische Deportation in ein Zwangsarbeitslager in Eichstätt.

Sturm-Schnabl wuchs in einer slowenischen Großfamilie auf einem Bauernhof in der Nähe von Klagenfurt auf. Mit ihrer Schwester Veronika und ihren Brüdern Andrej und Franci erlebte sie eine Kindheit, die durch einen liebevollen Umgang der Erwachsenen geprägt war. Doch die Idylle ihrer frühen Jahre endete abrupt, als Soldaten in das Haus der Familie stürmten und sie zur Flucht zwangen. Der erste Schock kam, als ein Freund der Familie eine Landkarte zeigte, auf der die Bedrohungen durch die „Nemci“ sichtbar wurden. [nationalfonds.org beschreibt, dass …]

Erfahrungen im Zwangsarbeitslager

Im Zwangsarbeitslager in Eichstätt erlebte Katja Sturm-Schnabl Hunger, Zwangsarbeit und brutale Behandlung durch die Aufseher. Ihr Vater wurde nach Karlsruhe geschickt, um dort zu arbeiten, während ihre Mutter unter extremen Bedingungen in verschiedenen Haushalten und Fabriken arbeitete. Diese Zeit war geprägt von Entbehrungen und Gefahren. Besonders traumatisch war der Tod ihrer Schwester Veronika, die nach einer Injektion des Lagerarztes starb, was einen tiefen, bleibenden Eindruck bei Katja hinterließ.

Im Lager mussten die Kinder von ihren Eltern getrennt werden, und die Lebensbedingungen waren erschreckend. Die Kinder wurden in einem „Kinderspeisesaal“ gefüttert, wo der Lagerführer mit einer Peitsche über die Tische schritt. Solche Erlebnisse sind Teil einer erschütternden Realität, die viele Zwangsarbeiter durchleben mussten. [bpb.de hebt hervor, dass …] Im Zweiten Weltkrieg fehlten der deutschen Kriegswirtschaft Arbeitskräfte, was zur massenhaften Rekrutierung ausländischer Arbeitskräfte führte. Diese Zwangsarbeiter litten unter extremen Bedingungen und wurden oft diskriminiert.

Ein Leben nach dem Krieg

Nach dem Ende des Krieges entschloss sich Katja Sturm-Schnabl, akademische Karriere zu machen. Sie wurde eine respektierte Sprachwissenschaftlerin und Literaturhistorikerin an der Universität Wien. Ihre Verdienste wurden durch das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich gewürdigt. Im Rahmen der bevorstehenden Veranstaltung wird sie von Antonia Titze interviewt, einer Journalistin, die ebenfalls einen eindrucksvollen Werdegang aufzuweisen hat. [ku.de informiert weiter über …]

Antonia Titze hat in Eichstätt Journalistik studiert und anschließend ein Masterstudium an der Universität Wien absolviert. Ihre Erfahrung umfasst Arbeiten für den Bayerischen Rundfunk und das ZDF. Im Jahr 2023 wurde sie im Ranking der „Besten 30 unter 30“ im Journalismus der österreichischen Zeitschrift „Journalistin“ aufgeführt. Der kommende Austausch zwischen Katja Sturm-Schnabl und Antonia Titze ist eine wertvolle Gelegenheit, Erinnerungen und Erfahrungen aus erster Hand zu hören und den Schrecken der Vergangenheit ins Licht zu rücken.

Die Erinnerung an die leidvolle Geschichte der Zwangsarbeit und der Verfolgung ist wichtig, um zu verstehen, wie solch unfassbares Unrecht in der Vergangenheit geschehen konnte und um sicherzustellen, dass die Geschichten der Überlebenden nicht in Vergessenheit geraten.