Regensburger Graduiertenkolleg erhält neue Forschungsförderung!

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Die Universität Regensburg erhält Förderung für GRK 2620 zur Ionenpaarforschung, startet neue Förderperiode mit innovativen Ansätzen.

Die Universität Regensburg erhält Förderung für GRK 2620 zur Ionenpaarforschung, startet neue Förderperiode mit innovativen Ansätzen.
Die Universität Regensburg erhält Förderung für GRK 2620 zur Ionenpaarforschung, startet neue Förderperiode mit innovativen Ansätzen.

Regensburger Graduiertenkolleg erhält neue Forschungsförderung!

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat am 16. Juni 2025 die Verlängerung der Förderung des Graduiertenkollegs (GRK) 2620 „Ion Pairs in ReAction: Ionenpaareffekte in molekularer Reaktivität“ bekanntgegeben. Diese Entscheidung ist ein bedeutender Schritt für die chemische Forschung an der Universität Regensburg und die beteiligten Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

Das GRK 2620 wurde in seiner ersten Förderphase positiv begutachtet und startet nun in die zweite Förderperiode von viereinhalb Jahren. Universitätspräsident Prof. Dr. Udo Hebel hat die Wichtigkeit von Graduiertenkollegs für die Entwicklung von Nachwuchswissenschaftlern hervorgehoben. Die Sprecherin des Kollegs, Prof. Dr. Ruth Gschwind, zeigte sich erfreut über die Fortsetzung der Ionenpaarforschung, die in Kombination mit maschinellem Lernen und Hochdruckanalytik steht.

Interdisziplinarität und Forschungsschwerpunkte

Im GRK 2620 sind renommierte Wissenschaftler wie Prof. Dr. Robert Wolf, Prof. Dr. Julia Rehbein und Prof. Dr. Patrick Nürnberger aktiv. Das interdisziplinäre Ausbildungsprogramm bietet den Doktoranden eine strukturierte Forschungsumgebung. Ziel ist die Entwicklung von transferierbaren Ionenpaarkonzepten zur Vorhersage und Kontrolle von Strukturen, Reaktivitäten und Stereoselektivitäten.

Ionenpaare spielen in der Chemie eine entscheidende Rolle, besonders in heterolytischen Reaktionen und bei vielen Einelektronenübertragungen. Während die erste Phase des GRK sich auf die Bildung von Ionenpaaren und deren aggregierte Strukturen konzentrierte, liegt der Schwerpunkt in der neuen Förderperiode auf deren Reaktivitäten und Selektivitäten. Zudem wird die Übertragung der Erkenntnisse auf Synthese- und Katalyseprozesse eine zentrale Rolle spielen.

  • Neue Forschungstechniken: Hochdrucktechniken, Kryo-MS und maschinelles Lernen werden zur Analyse von Ionenaggregaten eingesetzt.
  • Komplementäre Perspektiven: Das GRK vereint verschiedene chemische Disziplinen, um umfassende Forschungsansätze bereitzustellen.
  • Zukunftsvision: Verbesserung der Anwendung von Ionenpaar-Aggregaten in Synthese und Katalyse sowie eine exzellente interdisziplinäre Doktorandenausbildung.

Rahmenbedingungen für Graduiertenkollegs

Die DFG unterstützt mit ihren Graduiertenkollegs graduierte Wissenschaftler in frühen Karrierephasen. Ein Antrag kann von Universitäten sowie Fachhochschulen mit Promotionsrecht gestellt werden. Zu den Anforderungen gehört ein hohes Niveau in wissenschaftlicher Qualität und Originalität, idealerweise in einem interdisziplinären Kontext.

Die Förderung beinhaltet Stellen für Doktoranden und Postdoktoranden sowie finanzielle Mittel für verschiedene Forschungsaktivitäten, darunter Reisekosten und Workshops. Die maximale Dauer der Förderung für Graduiertenkollegs beträgt bis zu neun Jahre, wobei die erste Förderperiode unter bestimmten Bedingungen fünf Jahre und die zweite vier Jahre umfassen kann.

Insgesamt steht das GRK 2620 „Ion Pairs in ReAction“ exemplarisch für die dynamische Entwicklung interdisziplinärer Forschungsprojekte in Deutschland und die Potenziale, die die Ionenpaarforschung in Verbindung mit modernen Technologien bietet. Es ist ein bedeutender Schritt in Richtung innovativer chemischer Forschung und eine hervorragende Ausgangsbasis für zukünftige wissenschaftliche Karrieren.

Für weitere Informationen über die DFG und ihre Fördermöglichkeiten besuchen Sie dfg.de.

Zusätzlich finden Sie Details zu anderen Graduiertenkollegs wie das GRK 2243 an der Universität Würzburg zur Analyse biochemischer Mechanismen des Ubiquitinsystems und den damit verbundenen Forschungszielen.

Insgesamt zeigen alle diese Projekte die Vielfalt und den Reichtum der Forschungslandschaft in Deutschland und unterstreichen die Bedeutung des GRK 2620 für die chemische Forschung.