Buchvorstellung: Städtebau und Diktatur – Ein eindrucksvoller Rückblick!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Am 6. Mai 2025 lädt die TU Berlin zur Buchvorstellung über Städtebau und Diktatur in Europa. Eintritt frei!

Am 6. Mai 2025 lädt die TU Berlin zur Buchvorstellung über Städtebau und Diktatur in Europa. Eintritt frei!
Am 6. Mai 2025 lädt die TU Berlin zur Buchvorstellung über Städtebau und Diktatur in Europa. Eintritt frei!

Buchvorstellung: Städtebau und Diktatur – Ein eindrucksvoller Rückblick!

Am 6. Mai 2025 findet an der Technischen Universität Berlin die Buchvorstellung des fünften Bandes über Bauwesen und Diktatur in Europa statt. Diese Veranstaltung, die von 18.15 bis 20.00 Uhr im Center for Metropolitan Studies in der Hardenbergstraße 16–18, Raum HBS 005, durchgeführt wird, ist kostenfrei zugänglich. Sie steht im Kontext des 80. Jahrestags der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus am 8. Mai 2025.

Das Buch mit dem Titel „Städtebau im Nationalsozialismus. Angriff, Triumph, Terror im europäischen Kontext 1933–1945“ ist das Ergebnis einer umfassenden 25-jährigen Forschung zur Thematik. Diese Forschung wurde zuerst am Institut für Soziologie, dann am Center for Metropolitan Studies der TU Berlin betrieben. In Kooperation mit der Bauhaus-Universität Weimar und der Universität Kassel entstanden fünf Bände in einer Schriftenreihe des Architekturmuseums der TU Berlin, die die Erkenntnisse dokumentieren.

Vielfältige Themen der Forschung

Die Forschung wird durch verschiedene Themenfelder illustriert, darunter Repräsentationsbauten, Wohnungsbau, Altstadterneuerung, Innere Kolonisation, Aufrüstungsbauten, Infrastruktur, Kriegsanlagen, Erziehungsanstalten und Lager. Diese thematische Vielfalt reflektiert die komplexe Rolle des Städtebaus unter den Diktaturen von Stalin, Mussolini, Salazar, Franco und Hitler.

Im Rahmen der Veranstaltung begrüßen mehrere Wissenschaftler der TU Berlin das Publikum. Prof. Dr. Dorothee Brantz, Leiterin des Center for Metropolitan Studies, und Prof. Dr. Angela Million, geschäftsführende Direktorin des Instituts für Stadt- und Regionalplanung, werden zusammen mit Dr. Hans-Dieter Nägelke, dem Leiter des Architekturmuseums, und Prof. Dr. Harald Bodenschatz, assoziierter Professor am Center for Metropolitan Studies, die Buchvorstellung moderieren.

Ein Programm zur Diskussion und Reflexion

Die Projektvorstellung wird begleitet von einem Gespräch mit den Herausgeber*innen Harald Bodenschatz, Victoria Grau, Christiane Post und Max Welch Guerra. Diese Gespräche bieten eine wertvolle Gelegenheit zur Diskussion mit dem interessierten Publikum. Die Veranstaltung zielt darauf ab, sowohl die wissenschaftlichen Ergebnisse als auch die damit verbundenen gesellschaftlichen Fragen in den Vordergrund zu rücken.

Für alle Interessierten, die an dieser Thematik teilnehmen möchten, wird darauf hingewiesen, dass die Buchdetails ebenfalls von Bedeutung sind. Der Band, herausgegeben von den vorgenannten Wissenschaftlern, erscheint bei DOM publishers und wird insgesamt 624 Seiten sowie 700 Abbildungen umfassen. Der Subskriptionspreis beläuft sich auf 98,00 Euro bis zum 7. August 2025, danach kostet das Buch 128,00 Euro.

Erweiterte Forschung und Veranstaltungen

Zusätzlich zu der Buchvorstellung finden im Rahmen der Forschung zahlreiche Ausstellungen und Tagungen statt. Ein Beispiel hierfür ist die Ausstellung „Macht Raum Gewalt. Planen und Bauen im Nationalsozialismus“, die vom 19. April bis 16. Juli 2023 in der Akademie der Künste in Berlin zu sehen war. Auch die Ausstellung „Im Gleichschritt. Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin im Nationalsozialismus“ im Architekturmuseum der TU Berlin, die vom 7. Dezember 2023 bis 22. Februar 2024 gezeigt wird, greift dieses Thema auf konsequent auf.

Die Verbindung von Städtebau und Diktatur bleibt auch in der akademischen Diskussion relevant. Mit zukünftigen Veranstaltungen, wie dem Symposium „Urban Design and Dictatorship in the 20th Century“ an der Bauhaus-Universität Weimar oder verschiedenen Vorträgen über Erinnerung und europäische Perspektiven wird die Auseinandersetzung fortgeführt.

Dieses Engagement für eine kritische Reflexion über die Rolle des Städtebaus in autoritären Regimes spiegelt sich nicht nur in wissenschaftlichen Publikationen wider, sondern prägt auch die Lehre und den Austausch an den beteiligten Institutionen.