Rund 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kamen am 10. April 2026 an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd zusammen, um unter dem Motto „Forschung in Zeiten der Polykrisen“ aktuelle Herausforderungen und Chancen zu beleuchten. Die Veranstaltung, die von Prof. Dr. Marita Kampshoff, der Prorektorin für Forschung, eröffnet wurde, thematisierte insbesondere die Zusammenhänge zwischen Digitalisierung, Bildung und sozialer Teilhabe.
In ihrer Eröffnungsansprache verdeutlichte Kampshoff, dass die Forschung in diesen Zeiten besonderen Herausforderungen gegenübersteht. Die vorgestellten Themen des Programms umfassten Kurzpräsentationen, Workshops und Diskussionsrunden, die alle Teilnehmenden dazu anregten, sich intensiv mit den Polykrisen auseinanderzusetzen. Moderiert von Dr. Jessica Wilzek, bot die Podiumsdiskussion den Rahmen für angeregte Gespräche über die Notwendigkeit, agile Bildungssysteme zu entwickeln, um den Anforderungen neuer Technologien und dem Einfluss sozialer Medien gerecht zu werden.
Digitalisierung und soziale Teilhabe
Ein zentraler Bestandteil der Diskussion war eine Studie zur digitalen Lebensrealität in Deutschland, durchgeführt von Bitkom Research. Diese belegt, dass die digitale Nutzung innerhalb der Bevölkerung stark variiert, wobei insbesondere ältere Generationen vor Herausforderungen stehen. Unsicherheiten, Wissenslücken und technische Hürden beeinträchtigen häufig den Zugang zu digitalen Angeboten. Dennoch zeigt die Studie auch, dass viele Menschen von der Digitalisierung profitieren. Dies spiegelt den wachsenden Einfluss aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und soziale Medien wider, die das demokratische Verständnis und den Umgang mit Informationen nachhaltig beeinflussen. Eine detaillierte Analyse der digitalen Teilhabe ist auf der Webseite von Bitkom zu finden.
Im Programm der Veranstaltung wurden neben den oben genannten Themen auch Workshops und Impulse zur Karriereentwicklung und Wissenschaftskommunikation angeboten. Die Idee, Schülerinnen und Schüler stärker in kreative Lernumgebungen wie Lehr-Lern-Labore, Creatorlabs und Makerspaces einzubinden, fand großen Anklang. Hierbei wurde deutlich, dass Forschungsaktivitäten vielseitig sind und auch neue Wege in der Lehre beschreiten müssen, um relevanten Themen gerecht zu werden.
Forschungsvielfalt und Ausblick
Der Postermarkt mit 20 aktuellen Forschungsarbeiten stellte ein weiteres Highlight der Veranstaltung dar und wurde als großer Erfolg gewertet. Er zeigte die Vielfalt an Forschungsaktivitäten an der PH Schwäbisch Gmünd und förderte den Austausch über innovative Ansätze und Lösungen in der aktuellen Forschung.
Abschließend wurde festgestellt, dass gerade die Resilienz der Bildungssysteme in Zeiten solcher Krisen essentiell ist. Die Veranstalter planen bereits den nächsten Tag der Forschung, der im Sommersemester 2027 stattfinden soll, um die Diskussionen fortzuführen und weitere Ansätze zur Bewältigung der Herausforderungen in Bildung und Forschung zu entwickeln. So bleibt die PH Schwäbisch Gmünd ein aktiver Knotenpunkt für die Erforschung und Diskussion von Themen, die unser gesellschaftliches Miteinander und die digitale Zukunft maßgeblich beeinflussen.