Auf frischen Wegen zu mehr Nachhaltigkeit: Eine neue Stellungnahme des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU) bringt frischen Wind in die Baupraxis. Am 16. April 2026 präsentierten Prof. Christina Dornack, Prof. Claudia Kemfert und Prof. Claudia Hornberg die bemerkenswerte Dokumentation mit dem Titel „Zirkulär bauen: Bestand erhalten, Kreisläufe schließen“ an Bundesumweltminister Carsten Schneider und Bundesbauministerin Verena Hubertz. TU Dresden berichtet, dass die Empfehlungen in der Stellungnahme auf ein Ziel ausgerichtet sind: eine Modernisierung der Baupraxis, die gleichzeitig den Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz unterstützt.

Ein zentrales Anliegen der Stellungnahme ist der Erhalt bestehender Bauwerke. Statt sie abzureißen und neu zu bauen, möchte der SRU anregen, bestehende Gebäude zu erhalten und an moderne Wohnbedürfnisse anzupassen. Dies führt nicht nur zu weniger Versiegelung neuer Flächen, sondern senkt auch den Verbrauch von Primärrohstoffen und schont das Klima. Umweltrat.de unterstreicht, dass der Einsatz von Sekundärbauprodukten und die Berücksichtigung von Um- und Rückbau bereits in der Planungsphase essenziell sind.

Fünf Kernbotschaften zur Umsetzung

Der SRU hat in seiner umfassenden Stellungnahme fünf wesentliche Handlungsfelder identifiziert, die für die Umsetzung eines zirkulären Bauens entscheidend sind:

  • Digitalisieren – Standards schaffen
  • Qualifizieren – Wissen vermitteln
  • Fördern – Anreize setzen
  • Kreisläufe schließen – rechtlich steuern
  • Leitbild leben – öffentliche Hand als treibende Kraft

Diese Ansätze sollen nicht nur die Attraktivität von Sekundärbauprodukten steigern, sondern auch neue Geschäftsmodelle anregen. Damit wird zirkuläres Bauen nicht nur als umweltfreundliche Alternative gesehen, sondern kann auch kostengünstiger sein, wenn man die gesamten Lebenszyklen der Bauprodukte in Betracht zieht.

Die Stellungnahme des SRU umfasst 94 Seiten und bietet eine Fülle an Informationen und Empfehlungen, die alle Akteure in der Bauwirtschaft ansprechen sollten. Es zeigt sich, dass ein Umdenken in der Branche ansteht, um die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu bewältigen. Zirkuläres Bauen könnte ein Schlüsselbegriff für die Zukunft darstellen, der hilft, Ressourcen zu schonen und die Umwelt nachhaltig zu schützen.

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