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Am 1. September 2025 wurde der drupa Preis 2025 an Anna Maria Jonietz für ihre herausragende Dissertation über die mediceische Selbstbildnissammlung von 1650 bis 1723 verliehen. Ihre Arbeit widmet sich der Rolle von Selbstbildnissen in kunst- und wissenschaftshistorischen Diskursen. Diese Auszeichnung wird jährlich an Nachwuchswissenschaftler der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf verliehen und ist mit 6.000 Euro dotiert. Bei der Preisverleihung in Düsseldorf waren zahlreiche Persönlichkeiten anwesend, darunter Wolfram N. Diener und Prof. Dr. Heidrun Dorgeloh, während Dr. Andreas Pleßke der Preisträgerin in einer Videobotschaft gratulierte.

Jonietz‘ Dissertation, die mit summa cum laude ausgezeichnet wurde, untersucht die Medici-Selbstbildnissammlung als Kommunikationsinstrument und zeigt auf, wie historische Bildstrategien mit aktuellen Fragen zu Medienwirkung und öffentlicher Wahrnehmung verbunden sind. Die Jury hob die methodische Originalität und den interdisziplinären Ansatz der Arbeit hervor und würdigte die herausragenden Leistungen in der Forschung von Anna Maria Jonietz.

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Über die Preisträgerin

Anna Maria Jonietz wurde 1989 in Ratibor, Polen, geboren und studierte Kunstgeschichte sowie Italienisch an der Ruhr-Universität Bochum. Ihre akademische Laufbahn führte sie zu Forschungsaufenthalten in München, Düsseldorf und Florenz, wo sie an der Heinrich-Heine-Universität promovierte. Nach ihrer Promotion war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Neuzeit bis zur frühen Moderne tätig.

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Derzeit lebt Jonietz in München und arbeitet als Referentin an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Ihre Dissertation unterscheidet sich durch ihren interdisziplinären Ansatz und zeigt, wie tief verwurzelt die Verbindung zwischen Kunst und Wissenschaft ist.

Der drupa Preis im Kontext

Der drupa Preis wird seit 1978 von der Messe Düsseldorf vergeben und fördert die Publikation sowie Verbreitung der ausgezeichneten Dissertationen. Die Vergabe erfolgt durch ein Fachgremium, das sich aus Mitgliedern der Heinrich-Heine-Universität und der Messe Düsseldorf zusammensetzt. Diese jährliche Auszeichnung ist nicht nur eine Anerkennung der individuellen Leistung, sondern trägt auch zur Förderung wissenschaftlichen Nachwuchses bei.

Die Ehrung von Jonietz verweist auch auf die bedeutende Rolle von Kunst und Wissenschaft im historischen Kontext, wie sie beispielsweise in der Analyse der Medici-Selbstbildnissammlung zum Ausdruck kommt. Das Florentiner Hofleben des 16. Jahrhunderts, geprägt von Künstlern wie Benvenuto Cellini, zeigt, wie eng der Zusammenhang zwischen Kunstproduktion und politischer Kommunikation war. Cellinis Werke, darunter die berühmte Bronzebüste von Cosimo I. sowie die monumental gestaltete Statue des Perseus, illustrieren eindrucksvoll, wie Kunst als Machtinstrument eingesetzt wurde und wie diese Tradition bis in die Gegenwart fortwirkt.