Grüne Zukunft: Innovative Recyclingmethoden für E-Autobatterien!
Die Universität Münster forscht im MEET Batterieforschungszentrum an umweltfreundlichen Produktions- und Recyclingmethoden für Batterien.

Grüne Zukunft: Innovative Recyclingmethoden für E-Autobatterien!
Im MEET Batterieforschungszentrum der Universität Münster wird intensiv an der umweltfreundlichen Produktion und dem Recycling von Batterien geforscht. Innovative Ansätze, wie die Trockenprozessierung von Elektroden, könnten wegweisend für die Industrie sein. Diese Methode ermöglicht den Verzicht auf teure und toxische organische Lösungsmittel. Stattdessen wird der Hochtemperaturkunststoff Polytetrafluorethylen (PTFE) als Binder verwendet, was die Nachhaltigkeit der Produktion erhöht.
Ein zentrales Ziel der Forschungsarbeiten ist es, die Recyclingmöglichkeiten bereits in die Produktionsprozesse zu integrieren. Eine vielversprechende Methode, die von einem Team der Universität entwickelt wurde, befasst sich mit dem Recycling der trockenprozessierten Kathoden von Lithium-Ionen-Batterien. Dieser Prozess ist trockenmechanisch und nutzt Mühlen, um das Kathodenkomposit vom Stromsammler zu lösen und zu granulieren. Dabei bleiben alle Bestandteile, wie Aktivmaterial, PTFE-Binder und Leitruß, in ihrer ursprünglichen Form und können wiederverwendet werden. Die Analyse der Lebenszykluskosten durch das Institut für Wirtschaftschemie zeigt, dass dieses Verfahren nicht nur nachhaltig, sondern auch kosteneffizient für industrielle Anwendungen ist. Die Ergebnisse dieser Forschung wurden im Fachmagazin „Advanced Energy Materials” veröffentlicht und unterstreichen die Bedeutung des Themas in der aktuellen Energiedebatte.
Wachsende Nachfrage nach Recyclinglösungen
BHS-Sonthofen bietet ein Verfahren an, das umweltfreundliches und sicheres Recycling von Akkus und Batterien ermöglicht. Bei diesem Recyclingprozess können wertvolle Rohstoffe wie Kupfer, Lithium, Nickel, Kobalt und Mangan zurück in den Wertkreislauf geführt werden. Diese Materialien sind essenziell, um der wachsenden Nachfrage nach Energiespeichern gerecht zu werden.
Kreislaufwirtschaft für Elektrofahrzeuge
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der ansteigende Markt für Lithium-Ionen-Batterie-Recycling, der bis 2024 auf 3,25 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, mit einer jährlichen Wachstumsrate von 22,5 %. Experten erwarten, dass dieser Markt bis 2032 sogar über 38 Milliarden US-Dollar erreichen könnte. Haupttreiber sind nicht nur die steigende Nachfrage nach Energiespeichern, sondern auch sinkende Preise für Lithium-Ionen-Batterien und staatliche Vorschriften zur umweltfreundlichen Entsorgung.
Ein schlüsselfertiges Konzept der Kreislaufwirtschaft könnte die Lieferkette für Elektrofahrzeuge stärken und die Abhängigkeit von abgebauten Materialien verringern. Gleichzeitig beschäftigt sich die Industrie mit der Zweitnutzung von Batterien, was deren Lebensdauer verlängert und Abfall reduziert. Allerdings gibt es Unsicherheiten über den Zustand gebrauchter Batterien, was deren Wiederverwendung einschränkt. Die Entwicklung digitaler Instrumente zur Neuzertifizierung und Bewertung des Batteriezustands ist daher von großer Bedeutung.
Ab 2027 wird in Europa der sogenannte Batteriepass eingeführt. Dieser wird umfassende Informationen zu Demozugang, Batteriezustand und Kreislaufwirtschaft bereitstellen. Solche Entwicklungen sind wichtig, um die Transparenz und Effizienz im Recyclingprozess zu verbessern.
Zusammenfassend zeigt sich, dass die Ansätze für die umweltfreundliche Produktion und das Recycling von Batterien sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringen. Der eingeschränkte Zugang zu Rohstoffen und die hohe Komplexität der aktuellen Lieferketten erfordern innovative Lösungen und Strategien, um die gesteckten ökologischen und wirtschaftlichen Ziele zu erreichen.