In der spannenden Welt der Erziehungswissenschaften gab es kürzlich einen herausragenden Erfolg für die Technische Universität Chemnitz. Tim Hujer, ein engagierter Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Allgemeine Erziehungswissenschaft, wurde mit dem Posterpreis der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) ausgezeichnet. Diese begehrte Ehrung wurde während des Kongresses der DGfE vom 22. bis 25. März 2023 in München vergeben, wo über 120 Poster von Wissenschaftler:innen aus dem deutschsprachigen Raum eingereicht wurden. TU Chemnitz berichtet, dass Hujers ausgezeichnetes Poster den Titel „Brüchige Hilfeplanung? Eine qualitative Dokumentenanalyse im Schnittfeld von Sozialpädagogik und Schule“ trägt und wertvolle Einblicke in sein Dissertationsprojekt gewährt.
Die interdisziplinäre Jury, die für die Vergabe des Posterpreises verantwortlich ist, beurteilt die Arbeiten nach ihrer theoretischen, methodischen und darstellerischen Qualität. Hujers Poster thematisiert die empirische Rekonstruierbarkeit von Hilfeplänen und ist ein Bestandteil der aktuellen Forschungen am Institut für Pädagogik der TU Chemnitz. Die DGfE, die rund 4.500 Mitgliedern angehört, gilt als die bedeutendste Fachgesellschaft für Erziehungswissenschaftler im deutschsprachigen Raum. Der Kongress 2023 stand unter dem Motto „Brüche“ und wurde gemeinsam von der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Technischen Universität München sowie der Universität der Bundeswehr München organisiert.
Auszeichnungen der DGfE: Ein Blick auf die Gewinner
Der Posterpreis, der seit 2008 alle zwei Jahre verliehen wird, ermöglicht es Wissenschaftler:innen, ihre Projekte in interaktiven Postersessions vorzustellen, zu diskutieren und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Neben Tim Hujer wurden in diesem Jahr auch zwei weitere herausragende Beiträge ausgezeichnet:
- Christin Cöppicus mit dem Poster „Raus aus der Schule! Dropout im Vorbereitungsdienst als biographische Bildungsentscheidung“
- Leo Knauf mit dem Poster „Keine Schule – Trotz Schulpflicht. Ergebnisse einer qualitativen Studie zu Eltern-Perspektiven auf Entschulung ihrer Kinder“
Die Gewinner:innen erhalten nicht nur Anerkennung für ihre hervorragenden Arbeiten, sondern auch eine Urkunde sowie einen Büchergutschein des Verlags Barbara Budrich, der in Zusammenarbeit mit der DGfE den Preis auslobt. DGfE stellt sicher, dass die Qualität der eingereichten Arbeiten durch eine hochqualifizierte Jury gewährleistet ist.
Was kommt als Nächstes?
Die nächste Gelegenheit für Nachwuchswissenschaftler:innen, an der Postersession teilzunehmen, steht bald ins Haus. Die Einreichungsfrist für den Call for Posters ist vom 14. Juli bis 17. Oktober 2025 angesetzt. Die Veranstaltung verspricht nicht nur ein tolles Forum zum Austausch von Ideen und Forschungsergebnissen, sondern wird auch durch ein kostenfreies Online-Workshop-Angebot zur Postererstellung für junge Wissenschaftler:innen ergänzt. Mehr Informationen findet man im Call for Posters für den 30. Kongress der DGfE.
Das Engagement und die Erfolge von Hujer und anderen Wissenschaftler:innen zeigen, wie lebendig und dynamisch die Forschung in der Erziehungswissenschaft ist und wie wichtig solche Auszeichnungen für die Förderung der Wissenschaftskarrieren sein können.