Die Technische Universität Dortmund hat unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Thommes ein innovatives Verfahren entwickelt, das das Auflösungsverhalten schlecht wasserlöslicher pharmazeutischer Wirkstoffe entscheidend verbessert. Diese Neuentwicklung, vor allem für den Pharmasektor gedacht, könnte aber auch in der Lebensmitteltechnologie und im Pflanzenschutz Anwendung finden. Im Auftrag der TU Dortmund hat die PROvendis GmbH bereits die Schutzrechte für dieses Verfahren angemeldet, wobei ein Patent in den USA seit Mai 2025 und ein europäischer Schutz bestehen.

Das Verfahren markiert einen Fortschritt in der Bioverfügbarkeit von Arzneistoffen, die oft in einer Hilfsstoffträgermatrix optimal eingebettet werden müssen. Hierbei wurden neue Technologien, wie ein elektrostatischer Abscheider und ein neuartiger Aerosol-Generator, entwickelt, die es ermöglichen, Arzneistoffpartikel im Submikron-Bereich gleichmäßig in die Trägermatrix einzubetten. Laut tu-dortmund.de zeigt das Verfahren signifikante Verbesserungen, wodurch die Effizienz von Medikamenten deutlich gesteigert werden kann.

Förderung und Unterstützung

Im Rahmen des Bundesförderprogramms VIP+ erhält das Projekt eine Unterstützung von knapp einer Million Euro. Diese Mittel sollen insbesondere zur Steigerung des technologischen Reifegrads eingesetzt werden. Prof. Thommes hebt die Bedeutung des Schutzrechteportfolios hervor, da es die Einwerbung weiterer Förderungen erleichtert. In einem erfolgreichen Förderwettbewerb erhielt der Schmelzelektrofilter bereits 200.000 Euro, um den weiteren Fortschritt voranzutreiben.

Das Centrums für Entrepreneurship & Transfer (CET) der TU Dortmund spielt eine wesentliche Rolle, indem es Wissenschaftler*innen während des gesamten Prozesses berät. Zudem identifiziert die TU Dortmund zusammen mit PROvendis geeignete Förderprogramme zur Weiterentwicklung der Erfindung. Diese institutionelle Unterstützung ist entscheidend für die Massnahme, um innovative Forschungsergebnisse wirtschaftlich zu verwerten und in die Anwendung überführt werden zu können.

Der Weg zu Medikamenten

Die Entwicklung neuer Medikamente ist ein komplexer Prozess, der mehrere Phasen umfasst. Zuerst müssen klinische Studien durchgeführt werden, um die Sicherheit und Wirksamkeit zu testen, wobei die Zustimmung nationaler Behörden und Ethik-Kommissionen erforderlich ist. Studien können in drei Phasen unterteilt werden: In Phase I wird der Wirkstoff an gesunden Freiwilligen getestet, in Phase II wird die Behandlung an Patienten erprobt und in Phase III erfolgt die Prüfung an tausenden von Patienten, um die Wirksamkeit zu bestätigen.

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Für jede Phase müssen umfangreiche ethische und medizinische Überprüfungen erfolgen. Teilnehmer müssen umfassend über die Studie informiert werden und ihr schriftliches Einverständnis geben. Ein Abbruch der Studie ist möglich, wenn es zu unvertretbaren Nebenwirkungen kommt oder der Wirkstoff sich als unzureichend wirksam erweist. In dieser Hinsicht zeigt sich, dass die Technologie von Prof. Thommes weitreichende Auswirkungen auf die zukünftige Arzneimittelentwicklung haben könnte, indem sie die Effizienz von schlecht wasserlöslichen Wirkstoffen nachhaltig verbessert. Laut bionity.com könnte das Verfahren somit nicht nur den pharmazeutischen Sektor revolutionieren, sondern auch andere Industrien bereichern.

Insgesamt verspricht die Arbeit der TU Dortmund unter der Leitung von Prof. Thommes einen bedeutenden Fortschritt in der Pharmazie, der durch gezielte Forschung und umfangreiche Förderprogramme gestärkt wird. Die interdisziplinäre Unterstützung zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie für zukünftige Innovationen ist, um Medikamentenentwicklungen effizient voranzutreiben.