Die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und regionalen Akteuren wird immer bedeutender, insbesondere im Kontext der Northwest Alliance, die von der Universität Bremen und der Universität Oldenburg ins Leben gerufen wurde. Diese Allianz zielt darauf ab, einen gemeinsamen Forschungs- und Transferraum im Nordwesten Deutschlands zu schaffen. Laut Up2Date wurde die Gründung im Januar 2025 feierlich vollzogen, mit der Unterstützung der wissenschaftlichen Ressourcen beider Institutionen.

Die Northwest Alliance umfasst rund 580 Professuren, 6.400 Mitarbeitende, 2.700 Promovierende und 34.000 Studierende. Angestrebt wird eine Ernennung zum Universitären Exzellenzverbund, die ab 2027 zusätzliche Förderungen ermöglichen könnte. Wichtige Partner der Allianz sind auch außeruniversitäre Einrichtungen wie das Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst.

Transfer und Innovation im Fokus

An der Universität Oldenburg stehen drei Handlungsfelder im Mittelpunkt der Transferaktivitäten: Innovationen gestalten, Wissenschaft und Gesellschaft in Dialog bringen sowie außeruniversitäre Karrierewege fördern. Dies wird in Gesprächen mit Anne-Kathrin Guder, die die Leitung des UniTransfer Bremen innehat, und Franziska Gloeden von der Transferstelle Oldenburg deutlich. Die Northwest Alliance berichtet von einer Vielzahl an Aktivitäten, darunter Beratungen für Start-ups, Workshops zur Wissenschaftskommunikation sowie Events, die auf einen vertieften Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft abzielen.

In Bremen agiert das Transfer-Referat UniTransfer als Think Tank und unterstützt die Gründungsförderungen, insbesondere bei der Suche nach geeigneten Teammitgliedern für Start-up Projekte. In einem aktuellen Ranking belegen die beiden Hochschulen zusammen die Plätze 14 und 15 im Gründungsradar der großen Hochschulen in Deutschland.

Kooperationsprojekte und deren Bedeutung

EinHighlight der Kooperation ist die hoi startup factory. Dieses Projekt, das nicht vom Bund gefördert wird, ist darauf ausgelegt, die Innovationskraft in der Region zu stärken und Pilotkunden frühzeitig zu gewinnen. Die Finanzierung erfolgt durch regionale Unternehmen, die Handelskammer Bremen sowie die Bremer Aufbaubank. Ziel ist auch die Stärkung von Social Entrepreneurship und die Erhöhung der Sichtbarkeit in der Region.

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Die beiden Universitäten bündeln ihre Stärken, um den regionalen Herausforderungen besser begegnen zu können. So ist Bremen besonders bekannt für Public Engagement und partizipative Forschung, während Oldenburg in der Wissenschaftskommunikation und der Einbindung der Zivilgesellschaft punktet. Der Healthcare Hackathon in Oldenburg ist ein Beispiel für innovative Lösungen, die in direkter Zusammenarbeit mit der Region entwickelt werden.

Gesellschaftliche Herausforderungen und Transferstrategien

Die Integration von Citizen Science sowie ko-kreativen Projekten stellt einen weiteren Aspekt der Transferarbeit dar. Ein wichtiges Ziel der Hochschulen ist es, das Vertrauen in die Wissenschaft zu stärken und aktiv an gesellschaftlichen Transformationsprozessen teilzuhaben. Der Fokus liegt hierbei auf der Transdisziplinarität, insbesondere zur Bewältigung großer Herausforderungen wie dem Klimawandel.

Laut Bundesministerium für Forschung wird dieser Transfer durch die Förderinitiative „Innovative Hochschule“ unterstützt. Diese Initiative fördert die strategische Zusammenarbeit von Hochschulen mit der Wirtschaft und gesellschaftlichen Akteuren und hat ein Fördervolumen von bis zu 550 Millionen Euro bis 2027.

Insgesamt zeigt die Northwest Alliance, wie Hochschulen gezielt zur regionalen Innovationskraft beitragen können, indem sie Wissen bereitstellen und nationale Sichtbarkeit erhöhen.