Am 13. April 2026 übergab das Beratungsgremium „KI und Nachhaltigkeit“ seine Handlungsempfehlungen an Bundesumweltminister Carsten Schneider. Dieses Gremium bringt international anerkannte Experten zusammen, darunter auch Prof. Dr. Philipp Hacker von der European New School of Digital Studies. Der Fokus der Empfehlungen liegt auf der ökologischen Nachhaltigkeit von Künstlicher Intelligenz (KI) und ihrer wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit.

Der Bericht hebt hervor, dass diese beiden Aspekte nicht im Widerspruch zueinander stehen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland setzen auf spezialisierte KI-Modelle, die nicht nur weniger Energie verbrauchen, sondern auch geringen Hardwarebedarf aufweisen. Zu diesen Modellen gehören vorausschauende Instandhaltung, Qualitätskontrolle, Maschinensteuerung und Prozessoptimierung.

Wichtige Empfehlungen

Die Empfehlungen des Gremiums sind vielfältig und zielen darauf ab, nachhaltige KI-Praktiken zu fördern. Dazu gehören:

  • Förderung spezialisierter KI-Modelle mit geringerem ökologischen Fußabdruck.
  • Dekarbonisierung der digitalen Infrastruktur, einschließlich der Verpflichtungen für Rechenzentrumsbetreiber zur Teilnahme am Ausbau erneuerbarer Energien.
  • Erhöhung der Transparenz hinsichtlich des Energie- und Ressourcenverbrauchs von KI-Modellen.
  • Schaffung eines Rechts für Verbraucher zur Nutzung „grüner“ KI-Modelle.

Diese Empfehlungen sind Teil eines umfassenden Berichts mit dem Titel „Towards a Sustainable and Competitive AI Economy“, der Trends und Entwicklungen im Bereich KI sowohl aus nationaler als auch europäischer Perspektive analysiert. Bundesumweltminister Schneider betont die zentrale Rolle von KI im Alltag und der Wirtschaft, und hebt die Notwendigkeit geeigneter Rahmenbedingungen hervor.

Zusammensetzung des Gremiums

Das Beratungsgremium „KI und Nachhaltigkeit“ wurde 2025 vom Bundesumweltministerium ins Leben gerufen. Es besteht aus fünf internationalen Wissenschaftlern, die sich in verschiedenen Disziplinen wie Informatik, KI-Forschung, Recht und Public Policy einen Namen gemacht haben. Neben Prof. Dr. Philipp Hacker gehören dem Gremium auch:

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  • Prof. Dr. Aimee van Wynsberghe, Universität Bonn
  • Prof. Dr. Emma Strubell, Carnegie Mellon University, Pittsburgh
  • Prof. Dr. Lynn Kaack, Hertie School Berlin
  • Prof. Dr. Udit Gupta, Cornell Tech, New York

Die Empfehlungen zeigen deutlich, wie wichtig ein nachhaltiger Umgang mit KI für die künftige Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas ist. Europa-Universität berichtet darüber, dass es an der Zeit sei, große Schritte hin zu einer umweltfreundlicheren Tech-Industrie zu unternehmen. Windmesse ergänzt, dass spezialisierte KI-Technologien erhebliches Potenzial zur Reduzierung des Energie- und Ressourcenverbrauchs bieten.