Am 15. April 2026 wurde Prof. Dr. Steffen Wachter zum neuen Direktor des Zentrums für Lehrkräftebildung und Bildungsforschung (ZLB) der Technischen Universität Chemnitz ernannt. Sein Mandat erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Jahren, in dem er sich verpflichtet hat, die Erfolgsgeschichte des ZLB fortzuführen und dabei eng mit seinen Kolleginnen und Kollegen zusammenzuarbeiten, wie TU Chemnitz berichtet.
Ein zentrales Anliegen von Wachter ist die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Lehrerbildung. Diese ist entscheidend für den Fachkräftenachwuchs an Schulen, insbesondere in Anbetracht der aktuellen Herausforderungen im Bildungssektor. Um diesem Ziel näherzukommen, plant die TU Chemnitz die Einführung eines neuen Studiengangs für das Lehramt an Oberschulen im bevorstehenden Wintersemester.
Der Werdegang von Prof. Dr. Steffen Wachter
Wachter bringt umfangreiche Erfahrungen in der Bildungslandschaft mit. Er absolvierte sein Studium für das Höhere Lehramt an Gymnasien sowie die Außerschulische Kunstpädagogik an der Universität Leipzig. Den Abschluss seines Lehramtsstudiums bildete das Zweite Staatsexamen, während er den Master of Arts in Kunstpädagogik erwarb. Zuvor arbeitete er im Schuldienst am BIP Kreativitätsschulzentrum in Leipzig, wo er Kunst und Biologie unterrichtete und schließlich als Fachleiter Kunst tätig war.
Von 2016 bis 2021 war Wachter stellvertretender Schulleiter. Zusätzlich promovierte er ab 2014, wobei er 2017 seine Dissertation mit dem Titel „Malerei zu Beginn des Jugendalters“ verteidigte. Seine akademische Laufbahn setzte er als Dozent an der Akademie für Kreativitätspädagogik in Leipzig fort, bevor er 2021 eine Professur für Fachdidaktik Kunst am ZLB der TU Chemnitz übernahm.
Aktuelle und zukünftige Engagements
Zusätzlich zu seiner Rolle als Direktor engagiert sich Wachter in verschiedenen wissenschaftlichen Initiativen. Seit 2021 ist er Mitherausgeber der Schriftenreihe „KREAplus“ im kopaed-Verlag in München und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Mehlhorn-Stiftung in Leipzig. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Unterrichtsforschung, Kreativitätsentwicklung sowie die Malerei im Jugendalter.
Technisch orientierte, kreative Fächer spielen eine Schlüsselrolle in der Ausbildung zukünftiger Lehrkräfte. Dies erkannte auch Wachter, der zudem als Mitherausgeber der Zeitschrift „Kunst und Unterricht“ tätig ist, sowie als Mitglied sowohl im BDK Fachverband für Kunstpädagogik e.V. als auch im Deutschen Hochschulverband.
Mit einem klaren Fokus auf die qualitative Verbesserung der Lehrerbildung und einem Bestreben, die nächsten Generationen von Lehrkräften gut auszubilden, beginnt Prof. Dr. Wachters Amtszeit an der TU Chemnitz, die vielen Herausforderungen im Bildungssystem mit frischen Ideen und einem umfangreichen Erfahrungshorizont entgegenzutreten.