Die Universitäten Bremen und Oldenburg haben mit der „Northwest Alliance“ eine neue Plattform ins Leben gerufen, die nicht nur den Wissensaustausch fördert, sondern auch die Exzellenz in Forschung und Lehre erhöhen soll. Im Rahmen dieser Initiative wird die Videoreihe „We Are Connected“ vorgestellt, die interdisziplinäre Kooperationen aufzeigt. Die erste Episode der Reihe beleuchtet die Zusammenarbeit zwischen der Informatik und der Mathematik, vertreten durch zwei renommierte Professoren: Christof Büskens von der Universität Bremen und Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff von der Universität Oldenburg. Beide Wissenschaftler teilen nicht nur eine Vorliebe für Tiny Houses, sondern betonen auch die zentrale Rolle der Energietechnik in ihren gemeinsamen Projekten.

Die Northwest Alliance hat sich in einem umfassenden Netzwerk etabliert, das rund 580 Professuren, 6.400 Beschäftigte, 2.700 Promovierende und 34.000 Studierende umfasst. Gemeinsam streben die Universitäten an, exzellente Forschung mit gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden und innovative Lösungen für Herausforderungen auf regionaler und globaler Ebene zu entwickeln. Die Initiative wird zudem von wichtigen Partnern wie dem Hanse-Wissenschaftskolleg und der Rijksuniversiteit Groningen in den Niederlanden unterstützt, um den Austausch mit der internationalen Wissenschaftslandschaft zu stärken.

Exzellenzverbund und seine Ziele

Im Rahmen des gemeinsamen Projekts „Connecting for Tomorrow“ haben die Universitäten Bremen und Oldenburg einen Antrag auf Förderung im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder eingereicht. Ziel dieser Exzellenzinitiative ist es, den Nordwesten Deutschlands zu einer bedeutenden Wissenschaftsregion weiterzuentwickeln, die Forschung und Lehre verbessert sowie das Verhältnis zwischen Universitäten und Gesellschaft neu definiert.

Die Entscheidung über die Bewilligung des Antrags wird im Oktober 2026 erwartet, mit einer möglichen Förderung ab 2027. Um die Kriterien der Exzellenzstrategie zu erfüllen, muss der Exzellenzverbund mindestens drei bewilligte Exzellenzcluster vorweisen. Aktuell haben die Universitäten bereits vier Exzellenzcluster für die kommenden sieben Jahre genehmigt, darunter ein gemeinsames Projekt namens Cluster OceanFloor.

Die Gründung der Universitäten in den 1970er-Jahren als Reformuniversitäten hat dazu geführt, dass sie sich heute zu den forschungsstärksten in Deutschland zählen können. Senatspräsidentin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Henrike Müller, hebt die Bedeutung des Nordwestens als Wissenschaftsstandort hervor, während Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs die Bildung eines Exzellenzverbunds vehement unterstützt. Über ein Jahr intensiver Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitenden beider Universitäten hat zur Erstellung des Antrags beigetragen, der auch den Austausch mit Studierenden einbezog.

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Förderung der Exzellenzstrategie

Die Exzellenzstrategie gliedert sich in zwei Förderinstrumente: Exzellenzcluster und Exzellenzuniversitäten/-verbünde. Ab dem 1. Januar 2026 werden die bisher bewilligten vier Exzellenzcluster an den Universitäten Bremen und Oldenburg mit einem jährlichen Fördervolumen von etwa 208 Millionen Euro unterstützt. Diese Förderung wird im Vergleich zur vorherigen Förderphase um 60 Millionen Euro erhöht, was die Bedeutung und Dringlichkeit der Wissenschaftsförderung in Deutschland unterstreicht.

Die Bewertung der Anträge erfolgt durch ein Expertengremium, das aus 39 Experten verschiedener Wissenschaftsdisziplinen besteht. Dieses Committee of Experts gibt Empfehlungen ab, die von der Exzellenzkommission, bestehend aus den zuständigen Ministerinnen und Ministern, berücksichtigt werden. Die so genannten Förderbedingungen werden ebenfalls durch dieses Gremium festgelegt.

Die „Northwest Alliance“ verkörpert somit nicht nur eine bedeutende Initiative zur Stärkung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit, sondern auch einen Schritt in Richtung einer zukunftsorientierten Bildungslandschaft, die den Herausforderungen der modernen Gesellschaft gerecht wird. Das Zusammenwirken von Universitäten und Gesellschaft wird hierbei besonders betont, um nachhaltige und innovative Lösungen zu entwickeln.

Wie uni-bremen.de berichtet, wird die Northwest Alliance sowohl die Lehre als auch den Wissenstransfer nachhaltig bereichern. Die verstärkte Kooperation zeigt das Potenzial, das die Region hat, um als Wissenschaftsstandort noch bedeutender zu werden.

Zusätzlich betont idw-online.de, dass die Universitäten Bremen und Oldenburg in den letzten 25 Jahren eine enge Zusammenarbeit pflegen, die nun durch einen erneuerten Kooperationsvertrag gefestigt wird. Diese Entwicklungen gehen einher mit dem internationalen Austausch und der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, wie auch auf dfg.de erklärt wird.