Am 15. April 2026 wurde die renommierten Vortragsreihe am Collegium Gissenum (CG) für das Sommersemester 2026 angekündigt. Diese Reihe beschäftigt sich mit der Rolle philosophischer Theorien bei der Entstehung des Begriffs „Rasse“ und den damit verbundenen Themen Rassismus und Antirassismus. Die Veranstaltung zielt darauf ab, ein breites Publikum zu erreichen, darunter Wissenschaftler, Praktiker, Akteure aus Bildung und Medien sowie interessierte Bürger. Die Vortragsreihe wird von PD Dr. Reza Mosayebi und Dr. Daniel Füger vom Institut für Philosophie der JLU koordiniert, die auch als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Der Auftaktvortrag findet am 5. Mai 2026 statt. Manuela Bojadžijev vom Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Humboldt-Universität zu Berlin wird sprechen. Ihr Thema lautet „Rassismus und Genealogie“. In der Folge sind weitere Vorträge geplant, die sich mit verschiedenen Aspekten des Rassismus auseinandersetzen. Diese Vorträge werden dienstags um 18 Uhr in der Alten Universitätsbibliothek, Bismarckstraße 37, 35390 Gießen, stattfinden.

Geplante Vorträge

  • 2. Juni 2026: Cihan Sinanoğlu, Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM), Thema: Nationaler Diskriminierungs- & Rassismusmonitor (NaDiRa)
  • 9. Juni 2026: Céline Wendelgaß, Bildungsstätte Anne Frank, Thema: Rassismuskritische Bildungsarbeit
  • 30. Juni 2026: Hannah Peaceman, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Thema: Kant und Hegel zu Judentum und Juden
  • 14. Juli 2026: PD Dr. Reza Mosayebi, Justus-Liebig-Universität Gießen, Thema: Philosophie und Antirassismus

Rassismus und seine Geschichte sind Themen, die in den letzten Jahrzehnten zunehmend in der öffentlichen Diskussion stehen. Wissenschaftliche Analysen und kritische Auseinandersetzungen mit dem Thema Rassismus haben sich in verschiedenen Bereichen etabliert. Gemäß der bpb hat die Geschichte des Rassismus zahlreiche Dimensionen, die von den Ursprüngen der Denksysteme bis hin zu modernen Formen des Rassismus reichen. Zentrale Werke, die zur Erforschung des Rassismus beitragen, könnten durch die Vortragsreihe ergänzt werden, in der sich auch kritische Perspektiven auf Ideologien und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft entfalten.

Die Vortragsreihe stellt somit eine wertvolle Gelegenheit dar, sich mit den philosophischen und gesellschaftlichen Grundlagen des Rassismus auseinanderzusetzen. Die Wahl der Referenten, die zu den führenden Köpfen in diesem Bereich zählen, garantiert eine hohe wissenschaftliche Qualität. Für Fragen und Anmeldungen können Interessierte mit den Organisatoren in Kontakt treten. Ihre E-Mail-Adressen sind daniel.fueger@jlu.de und reza.mosayebi@jlu.de.

Die Auseinandersetzung mit Rassismus und dessen historischen Wurzeln hat auch in der Wissenschaftsmethodik einen Platz gefunden. Experten betonen, dass das Verständnis für Rassismus nicht nur die Überwindung von Vorurteilen erfordert, sondern auch die kritische Reflexion über die eigene soziale Position und deren Einfluss auf Wahrnehmung und Handlung. Dies wird auch in den zahlreichen Veröffentlichungen zum Thema Rassismus deutlich, auf die unter anderem die bpb verweist.

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Die Vortragsreihe am Collegium Gissenum bietet somit nicht nur Einblicke in die philosophischen Grundlagen des Rassismus, sondern fördert auch den interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Die Diskurse, die an diesen Abenden geführt werden, können entscheidend dazu beitragen, ein tieferes Verständnis für die komplexen Zusammenhänge und die gesellschaftlichen Herausforderungen, die mit Rassismus verbunden sind, zu entwickeln.