Die Universität Bremen hat heute einen spannenden Workshop mit dem Titel „Transdisziplinär forschen & lehren“ ins Leben gerufen. Dieser Workshop zielt darauf ab, gesellschaftliche Herausforderungen noch besser aufzugreifen und dabei unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen. Transdisziplinäre und partizipative Ansätze sind in der Forschung und Lehre zunehmend gefragt, aber nicht jeder weiß, wo er anfangen soll. Die Initiative, den Workshop zu organisieren, stammt vom Referat UniTransfer und dem Referat Lehre und Studium und wird finanziell durch die „partX – Fortbildungsreihe partizipative Forschung“ unterstützt, ein Teil des Projekts „mit:forschen! Gemeinsam Wissen schaffen“, das von Wissenschaft im Dialog und dem Museum für Naturkunde Berlin sowie dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert wird.

Obwohl viele Forschende an der Universität Bremen bereits interdisziplinär arbeiten und den Austausch mit gesellschaftlichen Akteuren suchen, fehlt es oft an einer systematischen Vernetzung. Hier setzt der Workshop an: Er soll als Auftakt dienen, um nachhaltige Strukturen zu schaffen, die transdisziplinäre und partizipative Forschung und Lehre an der Universität Bremen stärken.

Anregende Impulse und Zusammenarbeit

In inspirierenden digitalen Vorträgen von Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer und Dr. Thorsten Philipp, beide von der Technischen Universität Berlin, wurden die Gestaltung und die Rahmenbedingungen sowie der Mehrwert transdisziplinärer Forschung und Lehre thematisiert. Dies gab den Teilnehmenden wertvolle Anregungen, die in eine offene, ko-kreative Arbeitsphase mündeten. Ziel dieser Arbeitsphase ist die Entwicklung eines universitätsweiten Netzwerks sowie einer digitalen Plattform, die vorhandene Expertise sichtbar macht und den Einstieg in partizipative Forschung erleichtert. Die Bereitschaft der Teilnehmenden, gemeinsam Potenziale zu entfalten, wird als besonders hoch eingeschätzt.

Ein weiterer wesentlicher Akteur in diesem Bereich ist die Gesellschaft für Transdisziplinäre und Partizipative Forschung e.V. (GTPF). Diese Fachgesellschaft wurde im März 2023 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, transdisziplinär und partizipativ Forschende und Lehrende sowie Praxispartner:innen miteinander zu vernetzen. Sie unterstützt nicht nur den wissenschaftlichen Nachwuchs, sondern fördert auch die Professionalisierung und Etablierung transdisziplinärer Ansätze in der Forschung und Lehre. Mitglieder können Einzelpersonen sowie Institutionen aus verschiedenen Disziplinen und Methoden sein, was für einen breiten Austausch und eine umfassende Vernetzung sorgt, wie auf der Webseite der GTPF nachzulesen ist.

Die nächsten Schritte und Arbeitsgruppen

Aktuell gibt es bereits zehn Arbeitsgruppen innerhalb der GTPF, die sich um verschiedene Aspekte der transdisziplinären und partizipativen Forschung kümmern. Die Gesellschaft organisiert regelmäßig Tagungen, Workshops und Publikationen, um den Austausch zu fördern und aktuelle Themen aufzugreifen. Eine Arbeitstagung der GTPF findet am 12./13. März 2026 in Eberswalde statt, um sich weiter über die Entwicklung in diesem wichtigen Forschungsfeld auszutauschen.

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Diese Aktivitäten zeigen eindeutig den Bedarf an intensiverer Vernetzung und Förderung in diesem Bereich. Die GTPF hat auch ein wissenschaftspolitisches Papier erarbeitet, das die Stärkung transdisziplinärer Forschung zum Ziel hat. Ein Beweis für das Engagement in der Forschungsgemeinschaft ist die Wahl des Gründungsvorstands im März 2023, bestehend aus führenden Köpfen wie Prof. Dr. Daniel Lang und Dr. Susanne Hecker als Vorsitzende.

Zusammengefasst scheint die Zukunft der transdisziplinären und partizipativen Forschung in Bremen und darüber hinaus vielversprechend. Der Workshop an der Universität Bremen und die Initiativen der GTPF stehen stellvertretend für ein wachsendes Bewusstsein um die Bedeutung kooperativer Forschungsansätze, die sowohl die Wissenschaft als auch die Gesellschaft voranbringen werden.