Telekommunikationsvisionär erhält Preis: Dr. Brundiers revolutioniert Datenfluss
Dr. Alexander Brundiers von UNI Osnabrück erhält den KuVS-Preis für seine Dissertation zur Optimierung moderner Telekommunikationsnetze.

Telekommunikationsvisionär erhält Preis: Dr. Brundiers revolutioniert Datenfluss
Die digitale Infrastruktur hat sich mittlerweile als fester Bestandteil des täglichen Lebens etabliert und ist eine kritische Voraussetzung für moderne Gesellschaften. Am 5. September 2025 wurde auf der NetSys-Tagung in Ilmenau der KuVS-Preis verliehen, der in diesem Jahr an Dr. Alexander Brundiers von der Universität Osnabrück ging. Diese Auszeichnung würdigt seine Dissertation mit dem Titel „Taking the Shortcut – Enhancing Backbone Network Traffic Engineering with Segment Routing Midpoint Optimization“, die bedeutende Neuerungen in der Telekommunikationsbranche verspricht. Der Preis wird von der Fachgruppe KuVS, die zur Gesellschaft für Informatik gehört, seit 1991 jährlich an die beste Dissertation im deutschsprachigen Raum vergeben, wobei die Auswahl nicht leicht fällt, da zahlreiche vielversprechende Arbeiten eingereicht werden.
Dr. Brundiers‘ Forschung, die in Kooperation mit der Deutschen Telekom entstanden ist, adressiert die hohen Anforderungen, die moderne Telekommunikationsnetze aufgrund des exponentiellen Wachstums der Datenmengen stellen. Netzbetreiber setzen zunehmend auf innovative Methoden wie das Traffic Engineering, um diese Herausforderungen zu bewältigen. In seiner Dissertation optimiert Brundiers die Datenflüsse und vereinfacht das Netz-Management, was eine verbesserte Reaktionsfähigkeit auf potenzielle Ausfälle zur Folge hat. Diese Erkenntnisse basieren auf kommerziell verfügbaren Technologien und tragen zur Resilienz, Zuverlässigkeit und Service-Qualität von Telekommunikationsnetzen bei. Heute sind solche Netze entscheidend für die Aufrechterhaltung digitaler Dienste und netzbasierter Geschäftsmodelle.
Wachsender Bedarf an Digitalisierung
Die digitale Infrastruktur ist nicht nur eine technische Herausforderung; sie stellt auch einen wichtigen Wettbewerbsfaktor für Wirtschaft und Wissenschaft dar. Diese Einsicht gewinnt seit den 1990er Jahren zunehmend an Bedeutung. Der Ausbau dieser Infrastruktur, insbesondere durch Rechenzentren in Unternehmen und Institutionen, hat konsequent zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit sowohl fester als auch mobiler Netze geführt. Laut Wikipedia ist die Grundversorgung mit Breitbandzugang heute als staatliche Daseinsvorsorge anzusehen, um eine gute Zugänglichkeit für alle Bürger zu gewährleisten.
Die Europäische Kommission hat 2016 betont, dass hochleistungsfähige Breitbandnetze für den Digitalen Binnenmarkt unerlässlich sind. Trotz aller Bemühungen bleibt der Zielvorgabe, bis 2020 allen Bürgern Breitbandanschlüsse über 30 Megabit pro Sekunde zur Verfügung zu stellen, in vielen Teilen der EU noch eine Herausforderung. Vor allem in ländlichen Gebieten ist der Ausbau der Breitbandversorgung nach wie vor unzureichend, was auch in Deutschland vielfach kritisiert wird. Hier beschloss die Bundesregierung 2014 die Digitale Agenda, die den flächendeckenden Ausbau von Hochleistungsnetzen zum Ziel hat.
- Wichtige Herausforderungen beim Ausbau der digitalen Infrastruktur:
- Verfügbarkeit
- Zugänglichkeit
- Sicherheit
- Neutralität
Der Digital-Gipfel der Bundesregierung beleuchtet regelmäßig die notwendigen Schritte, um die digitale Kluft zwischen ländlichen und städtischen Regionen zu schließen. Effiziente Strategien zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur sind unerlässlich, um zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden und eine zeitgemäße Versorgung zu garantieren. Die Umsetzung der Breitbandstrategie 2020 ist ein Schritt in die richtige Richtung, um dies zu erreichen.
Zusammengefasst können die Erkenntnisse aus Dr. Brundiers‘ Forschung als ein kleiner, aber entscheidender Beitrag zur Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur angesehen werden, die heute mehr denn je benötigt wird. Die Herausforderungen, die sich im Bereich der Telekommunikationsnetze darstellen, sind komplex und erfordern innovative Lösungsansätze, die auf Basis modernster Technologien entwickelt werden müssen.