Kunst im digitalen Zeitalter: Innovationskraft der Ars Electronica 2025!
Erfahren Sie alles über die Ars Electronica Campus Exhibition 2025 an der UNI Weimar, die Kybernetik und KI in Kunst thematisiert.

Kunst im digitalen Zeitalter: Innovationskraft der Ars Electronica 2025!
Die Ars Electronica 2025, die vom 3. bis 7. September in POSTCITY Linz stattfindet, stellt nicht nur die neuesten Trends in der digitalen Kunst vor, sondern thematisiert auch die Herausforderungen und Unsicherheiten unserer Zeit unter dem Titel „PANIC – yes/no“. Diese Materie wird durch einen vielseitigen Programmablauf, der Ausstellungen, Konzerte, Performances und Workshops umfasst, kreativ verarbeitet. Der Fokus liegt auf der Rolle der Kunst, um die ständigen Herausforderungen in Krisenzeiten, wie etwa der Klimakrise und politischen Unsicherheiten, wie der Rückkehr von Donald Trump, zu bewältigen. Um die Thematik zu ergründen, greifen die Veranstalter auf mehr als 30 internationale Hochschulen zurück, die in ihren Projekten künstlerische Ansätze zu den drängenden Fragen unserer Gesellschaft präsentieren.
Besonderes Augenmerk liegt auf einem Beitrag der Bauhaus-Universität Weimar, wo der Studiengang Medienkunst Mediengestaltung der Fakultät Kunst und Gestaltung unter dem Titel „Cybernetic Subjects“ innovative Projekte präsentiert. Dabei sind fünf künstlerische Arbeiten zu sehen: „The Pond“, „Ymr.x“, „Latent Heat Generation“, „She’s So Centsible“, „Sonic Ecologies“ und „Humans“. Diese Werke beziehen sich auf die Beziehung zwischen Kybernetik, künstlicher Intelligenz und ökologischen Praktiken. So untersucht das Projekt „The Pond“ einen Teich auf dem Campus mithilfe technischer Sensoren und biologischer Indikatoren, um Umweltdaten in Klang und visuelle Impulse zu übersetzen, was neue Perspektiven im Umgang mit der Natur eröffnet. Die Reaktion von Daphnien auf Veränderungen der Wasserqualität wird dabei sichtbar gemacht.
Künstlerische Ansätze und Reflexion
Das Festival bietet Raum für verschiedene künstlerische Formate, darunter auch die Werke von Ayça Tugran und Kevin Blackistone, die im Sommersemester 2024 im Modul „Beyond the Screen“ entstanden sind. Tugran zeigt in „Beyond the Funky“ surreale Bildwelten, die die Reduzierung tierischen Lebens im Kapitalismus in den Fokus rücken. Blackistone hingegen präsentiert mit „Habitat“ ein schwebendes Terrarium, das als Metapher für empfindliche Ökosysteme fungiert. Beide Arbeiten laden dazu ein, über die gesellschaftlichen Reflexionen digitaler Technologien nachzudenken, ein Anliegen, das auch Prof. Reinhard König betont.
Das Festival beginnt mit einem Pre-Opening Walk am 2. September 2025, gefolgt von der Eröffnungszeremonie am 3. September im Mariendom. Höhepunkte wie die Prix Ars Electronica Award Ceremony am 4. September und die große Konzertnacht am 5. September untermauern die Relevanz und den Stellenwert der Kunst in Zeiten der Unsicherheit. Unterstützt von der Stadt Linz, ORF OÖ und zahlreichen internationalen Fördergebern, will das Festival Ungewissheit nicht nur zum Thema machen, sondern Möglichkeiten zur Reflexion und Veränderung aufzeigen.
Die Rolle der digitalen Medien in der Kunst
Themen wie digitale Medien und ihre Auswirkungen auf die Kunst von heute sind zentral in der Diskussion um die Ars Electronica 2025. Diese Entwicklungen, die sich seit Jahrhunderten fortlaufend entfalten, zeigen, dass Digitalisierung neue Ausdrucksformen etabliert und Künstler dazu ermutigt, über traditionelle Kunst hinauszugehen. Immersive Technologien ermöglichen es, Realität und digitale Welten zu verschmelzen, was die künstlerische Landschaft revolutioniert. Projekte wie das interaktive Kunstwerk „Les Nautes“ von Miguel Chevalier sind Beispiele für die Nutzung dieser Technologien und schaffen neue Sinneserfahrungen für die Betrachter.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Ars Electronica 2025 eine Plattform für innovative künstlerische Auseinandersetzungen in Zeiten von Unsicherheit und Gefahr darstellt. Die Verbindung von Kunst und Technologie erweist sich als entscheidend für die Diskussion über die Herausforderungen, denen sich die Gesellschaft gegenübersieht, und bietet Raum für kreative Lösungsansätze. Kunst ist nicht nur Ausdruck individueller Emotionen, sondern auch ein Werkzeug für kollektive Reflexion und Veränderung.
Die umfangreiche Programmgestaltung sowie die Beitragsvielfalt, wie sie von Bauhaus-Universität Weimar, Ars Electronica und Kunst die Welt bereitgestellt wird, zeigt das Potenzial der Kunst, gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen und das Publikum zum Nachdenken zu bewegen. Offensichtlich bleibt die Kunst ein unerlässlicher Bestandteil des menschlichen Ausdrucks, besonders in kritischen Zeiten.