Am 17. April 2026 kündigten die Universität und Hochschule Bielefeld (HSBI) den Start des Forschungsprojekts InCamS@BI an, das innovative Lösungen zur Bekämpfung von Mikroplastik entwickelt. Ziel des Projekts ist es, Kunststoffe nachhaltiger zu recyceln und die Gewässer durch natürliche Filterverfahren zu schützen. In einer spannenden Kooperation mit dem Start-up MicroBubbles aus Bad Lippspringe wird an Verfahren gearbeitet, die Mikroplastik aus Regenwasser und Flüssen extrahieren.

MicroBubbles hat ein Verfahren entwickelt, bei dem Milliarden von feinen Luftblasen in Regenwasserbehandlungsanlagen freigesetzt werden. Diese Blasen steigen in einer wolkenartigen Formation auf und nehmen Mikroplastikpartikel an die Wasseroberfläche mit. Dort werden die Verunreinigungen durch einen Skimmer abgeschöpft und anschließend im Labor analysiert. Dieses Verfahren soll bis Mai 2026 marktreif sein und stellt einen innovativen Ansatz zur Reduzierung von Mikroplastik in Gewässern dar.

Innovative Ansätze zur Mikroplastikbekämpfung

Das Projekt InCamS@BI verfolgt unterschiedliche Strategien zur Bekämpfung von Mikroplastik. Tim Robertino Baumann, ein Biophysiker und TechScout im Projektteam, arbeitet an einem Filtersystem für Waschmaschinen, das darauf abzielt, Mikroplastik aus dem Abwasser zu entfernen. Sein Forschungsvorhaben ist von der Funktionsweise des Riesenmanta inspiriert, einem Fisch, der Mikroplastikpartikel aus synthetischer Kleidung abfängt. Baumann hebt die Bedeutung der Filterung von Waschmaschinenabwasser hervor, um die Mikroplastikbelastung in den Gewässern zu reduzieren.

Zudem agiert MicroBubbles in einem komplementären Ansatz, indem das Unternehmen die Partikel analysiert, die durch Flotation aus dem Wasser entfernt werden. In enger Zusammenarbeit mit Baumann wird zudem eine Sensorik entwickelt, um bestimmte Partikel besser zu identifizieren.

Bildung und Sensibilisierung

Im Rahmen der Seminarreihe „Mikroplastik geht uns alle an“ wird das Bewusstsein für dieses brisante Umweltthema geschärft. Die Reihe bietet Einblicke in die Forschung und Analytik sowie mögliche Lösungen. Zu den Themen der Online-Kurzseminare gehören:

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  • Mikroplastik in Wasser, Boden und Luft: Ursachen, Verbreitung und Auswirkungen (25. März 2025)
  • Nachweis von Mikroplastik in Wasser: Methoden, Möglichkeiten und Grenzen (09. April 2025)
  • Technologien zur Entfernung von Mikroplastik: Effektivität und Greenwashing (29. April 2025)
  • Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit: Vermeidung von Mikroplastik an der Quelle (13. Mai 2025)

Der Abschluss der Seminarreihe beinhaltet einen Praxistag für nachhaltiges Handeln am 16. September 2025 in Essen. Teilnehmer können sich aktiv austauschen und Herausforderungen sowie Lösungen unter anderem mit der Dozentin Dr. Katrin Schuhen besprechen. Jede Veranstaltung ist einzeln buchbar, und es sind Kombipreise für die gesamte Seminarreihe verfügbar.

Die anhaltende Verbreitung von Mikroplastik in Wasser, Boden und Luft erfordert dringend innovative Ansätze und einen interdisziplinären Austausch. Wichtige Fortschritte werden durch Projekte wie InCamS@BI und Veranstaltungen wie der Seminarreihe gefördert, die das Bewusstsein für die Thematik schärfen und nachhaltige Lösungsansätze entwickeln wollen. Um mehr über die Herausforderungen im Umgang mit Mikroplastik zu erfahren, können Interessierte die aktuellen Informationen auf der Seite von Uni Bielefeld und BEW nachlesen.