Ab Mai 2026 belebt ein neues Projekt die Treppenstraße in Kassel, indem ein bislang leerstehendes Ladenlokal in einen Raum für Wohnen und Arbeiten umgewandelt wird. Dieses Vorhaben sieht die enge Zusammenarbeit zwischen Studierenden der Universität Kassel und dem städtischen Stadtplanungsamt vor. Ziel ist es, innovative Wohn- und Arbeitskonzepte zu erproben und so ungenutzte Flächen in lebendige Orte zu transformieren.

Der Oberbürgermeister von Kassel, Dr. Sven Schoeller, hebt die Bedeutung dieses Projekts hervor. Er betont, dass die Schaffung lebendiger Orte aus solchen Flächen nicht nur dem Wohnen und Arbeiten dient, sondern auch einen kreativen Austausch fördert. Unter der Leitung von Prof. Dr. Verena Brehm wird das Projekt im Rahmen des Fachgebiets „Entwerfen im städtebaulichen Kontext“ durchgeführt.

Innovative Ansätze für innerstädtische Räume

Das Vorhaben ist Teil einer umfassenden Forschungsreihe zu neuen, temporären Nutzungsformen für innerstädtische Räume, insbesondere in ehemaligen Ladenlokalen. In regelmäßigen Workshops und einer speziellen Bauwoche haben die Studierenden die Möglichkeit, ihre kreativen Ideen direkt vor Ort zu entwickeln und umzusetzen. Darüber hinaus lebt und arbeitet das Team zeitweise in den umgestalteten Räumen, um die Alltagstauglichkeit der Konzepte auf Herz und Nieren zu prüfen.

Ein zentrales Anliegen ist es, die Herausforderungen, die durch schwierige Grundrisse entstehen, mit flexiblen und kostengünstigen Lösungen zu bewältigen. Diese Ansätze beinhalten häufig rückbaubare Büros und Wohnräume, die sich den Bedürfnissen der Nutzer anpassen lassen.

Vernetzung und Unterstützung durch die Stadt

Um die Vermittlung von leerstehenden Ladenlokalen zu fördern, kommt die städtische Plattform LeAn-Match zum Einsatz. Hier können Eigentümer von ungenutzten Geschäften ihre Flächen anbieten und gleichzeitig Kultur- und Kreativinitiativen ihre Projekte präsentieren. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass die Nutzung dieser Plattform kostenfrei ist und zum Ziel hat, innovative Zwischennutzungen anzuregen.

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Die Universität Kassel ruft zudem zur Unterstützung des Projekts auf. Materialspenden, die während der Bauwoche zum Einsatz kommen können, sind herzlich willkommen. Die Stadt Kassel unterstützt das Projekt nicht nur finanziell, sondern nutzt die gewonnenen Erkenntnisse für ihr Innenentwicklungsmanagement.

Ein weiteres Ziel ist es, herauszufinden, welche Zielgruppen für das Wohnen in der Innenstadt attraktiv sind und welche räumlichen Voraussetzungen dafür erforderlich sind. Das Projekt vereint somit Forschung, Bildung und praktische Anwendungen in einem wichtigen städtischen Kontext.