Im Rahmen der Landesgartenschau 2026 in Leinefelde-Worbis bespielen zehn Studierende der Freien Kunst in einer außergewöhnlichen Initiative Wohnungen im „Blumenblock“. Diese Veranstaltung ist nicht nur eine künstlerische Darbietung, sondern auch eine tiefgehende Untersuchung der Spuren ehemaliger Bewohner*innen des Plattenbaus aus den 1980er Jahren. In einer Atmosphäre des kreativen Dialogs erzählen die Wohnungen Geschichten des Zusammenlebens, der Nähe, des Rückzugs und des Alltags.

Die künstlerischen Arbeiten der Studierenden reflektieren Vorstellungen von Gemeinschaft und den Wandel im Lebensstil. Unter den Teilnehmenden sind Filya Becker, Calum Mac Dubberke, Regina Gareis, Enrico Leppla, Sina Robering, Leonie Josephine Kerst, Lara Mohring-Landsberger, Karlotta Sperling, Maria Anna Trakosiari und Hannah Uhlmann. Diese bieten durch ihre Werke einen Einblick in die individuellen Lebensspuren, die über die Jahre in diesen Räumen zurückgelassen wurden.

Künstlerische Ansätze

Besonders hervorzuheben ist die Mixed-Media-Installation von Calum Mac Dubberke. Diese Installation thematisiert die Hellhörigkeit im Plattenbau durch ein leeres Bett, welches gegen die Wand stößt, sowie eine Teleskopkamera, die das Innenleben seines Ohres untersucht. Diese kreative Auseinandersetzung hebt die akustischen Dimensionen des Wohnens hervor und schafft eine Verbindung zwischen dem persönlichen und dem kollektiven Raum.

Sina Robering geht mit ihrer skulpturalen Arbeit einen anderen Weg. Sie verarbeitet Überbleibsel der ehemaligen Bewohner*innen und entdeckt dabei Schichten von Tapeten, Plakaten und Schimmel an den Wänden. Diese Funde werden in eine raumgreifende Installation umgesetzt, die die Trauer und das Verblassen von Erinnerungen künstlerisch thematisiert.

Organisation und Ausstellung

Das Projekt wird von Florian Hesselbarth, Inhaber der Professur „Kunst und sozialer Raum“, sowie Karla Zipfel von der Professur „Skulptur, Objekt, Installation“ betreut. Gemeinsam unterstützen sie die Studierenden dabei, ihre Ideen in die Ausstellung „Spuk im Hochhaus“ umzusetzen, die vom 23. April bis zum 11. Oktober 2026 zu sehen sein wird.

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Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet und findet im 3. Obergeschoss des Blumenblocks, Bahnhofstraße 4 in 37327 Leinefelde-Worbis statt. Tickets können vor Ort erworben werden. Für Rückfragen ist Romy Weinhold, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an der Fakultät Kunst und Gestaltung, unter der Telefonnummer +49 / 36 43 / 58 11 86 oder per E-Mail an romy.weinhold[at]uni-weimar.de erreichbar.

Insgesamt bietet dieses Projekt eine einzigartige Chance, die Vergangenheit der Wohnkultur im Plattenbau zu reflektieren und durch künstlerische Mittel neu zu interpretieren. Die an der Landesgartenschau 2026 beteiligten Studierenden zeigen, wie Kunst als Medium nicht nur zur Reflexion anregen, sondern auch als Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart dienen kann. Diese tiefgreifende Auseinandersetzung mit dem Thema Wohnen und Gemeinschaft wird sicherlich ein Highlight der diesjährigen Gartenschau. [Universität Weimar] hat umfassend über die Hintergründe berichtet. Die Details zur Ausstellung und den beteiligten Künstlern werden auch durch [Baum] und [Kunst] beleuchtet.